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Die Wohnung in Abwesenheit gegen Einbruch schützen

Die Wohnung in Abwesenheit gegen Einbruch schützen

Wer reist, ist in Abwesenheit besonders gefährdet, Opfer von Einbruchtätern zu werden. Jeder kennt die Hinweise, wie man Einbrecher abschrecken soll: Ein Haus oder eine Wohnung soll bewohnt aussehen, indem zum Beispiel der Nachbar in der Einfahrt parken darf oder die Blumenfrau täglich andere Rollläden herunterlässt. Eine Zeitschaltuhr kann das Licht periodisch einschalten - oder auch ein auf der Straße hörbares Radio. Einzig: Damit macht man das Eigenheim nur uninteressanter, aber nicht sicherer. Mit sehr einfachem Aufwand lassen sich aber Fenster nachträglich sichern. Eine Nachrüstung von Fensterriegeln erhöht die physikalischen Hürde, durch ein Fenster oder eine Terrassentür einzubrechen. Ein einfaches Smart-Home-System kann zusätzlich informieren, wenn Fensterkontakte oder Bewegungsmelder ausgelöst werden.

Im Schnitt alle 3 Minuten geschieht ein Einbruch. Auch wenn die Hausratsversicherung den Schaden eines Einbruchs ersetzen kann, so bleibt das Gefühl: Es war jemand in meiner Wohnung. Das Unsicherheitsgefühl bleibt. Daher ist es besser, wenn es gar nicht erst dazu kommt. Fast immer sind moderne Wohnungs- und Haustüren relativ gut gesichert. Bolzen, Stifte, Zapfen, Pilzköpfe - alles mechanische Sperren, die eine Tür sicher im Rahmen halten und die es sehr schwer machen, sie nach innen wegzudrücken. Leichter ist es meist über Fenster und Terrassentüren einzusteigen, die weit weniger gesichert sind. Ab fünf Euro pro Fenster können mechanische Sperren nachgerüstet werden, die bis zu 2 Tonnen Widerstand aushalten und die es Einbrechern nur noch schwer möglich machen, diese Sperren zu überwinden.

Für Fenster mit nur einem Flügel, die nach an der Zarge eingebaut sind, eignet sich der simple Fensterschnapper. Eine Neuerfindung aus der Höhle des Löwens. Was anfänglich für 40 EUR pro Stück im Angebot war, gibt es jetzt schon für etwa 5 EUR - abhängig davon, wieviele man kauft. Wer also eine sehr große Wohnung hat, kann sogar noch unter 5 EUR pro Stück kommen. Der Fensterschnapper besteht aus drei Teilen: Einer Metallplatte, die mit drei sehr langen Schrauben fest in der Zarge montiert wird. Eine zweite Metallplatte wird in die fest montierte Platte eingehängt und über eine sehr starke Feder verbunden. Der Schnapper "schnappt" zu: Wie im Bild zu sehen ist, wird das Fenster damit blockiert.
Bei der Installation muss folgender Hinweis des Herstellers beachtet werden: "Für die Montage muss das Spaltmaß (Abstand zwischen Fensterflügel mit dem Griff und der Laibung, also der Wand) größer als 2,5 cm bis max. 5,5 cm sein. Die notwendige Raumtiefe muss an der Laibung größer als 10 cm sein." Aus eigener Erfahrung kann jedoch gesagt werden, dass durch Unterfüttern auch ein etwas höheres Spaltmaß akzeptiert werden kann und bei der Raumtiefe auch weniger möglich ist. Dann steht der Schnapper ein wenig in den Raum über. Zu flach darf es aber nicht werden, dann ist keine Montage mehr möglich.

Auf den folgenden Bildern ist zuerst ein Fensterschnapper zu sehen, der das Fenster verriegelt. Durch leichten Druck wird der Fensterschnapper nach unten gedrückt und ermöglicht das Öffnen des Fensters. Ein aufgeklebter Filz verhindert Abrieb.

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Bei Fenstern mit mehreren Flügeln reicht so etwas natürlich nicht. Es gibt aber hier ebenfalls sehr leichte mechanische Sperren, die ein Eindrücken von Fenster und Türen unmöglich machen. Es gibt hierfür Lösungen von Burgwächter oder Abus. Beide müssen aber mit einem Schlüssel entriegelt werden. Während Abus einen großen Riegel über beide Fensterrahmen schiebt, ermöglicht es der Fensterriegel von Burgwächter, die Fenster getrennt voneinander zu sperren. Die Widerstandkraft des Abus-Riegels ist dabei etwas höher. Beide Riegel haben bei der Montage gemein, dass man hier den Fensterrahmen anbohren muss. Bei der Montage vorher genau nachmessen, dass die sehr lange Schraube nicht den Fensterrahmen durchschlägt. Außerdem empfiehlt es sich, erst mit der empfohlenen Bohrergröße zu starten, dann aber in kleinen Schritten nachzubohren, weil sonst zuviel Spannung auf der Schraube lastet.

Im Bild: Fensterriegel von Burgwächter für 2-Flügel-Fenster.

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Wer mag, kann seine Wohnung weiter schützen. Sinnvoll kann es sein, mithilfe eines Smarthomes Bewegungsmelder, Tür- und Fenstersensoren sowie eine IP-Kamera zu installieren. Mit wenigen Klicks kann beispielsweise ein Devolo Homecontrol System so programmiert werden, dass in Abwesenheit immer dann ein Alarm per SMS (kostenpflichter Service von Devolo), per Push-Notification in der MyDevolo App (gratis) oder per E-Mail (ebenfalls ohne Extrakosten) versendet wird, wenn diese Sensoren "anschlagen". Da es dabei auch zu Fehlalarmen kommen kann, wenn z.B. im Urlaub die Nachbarin, die sich um die Blumen kümmert, versehentlich den Alarm nicht deaktiviert oder es zu einem Netzwerkausfall kommen kann, der die Übermittlung von Nachrichten verhindert, handelt es sich dabei nicht um eine Alarmanlage. Dennoch ist es beruhigend, eine gewisse Kontrolle zu haben, sollte jemand unbefugt Zugang zur Wohnung finden. Sei es nur, damit man ihn dabei nicht überrascht und in die Arme läuft.

Die Fotos zeigen links einen Fenstersensor, rechts einen Bewegungsmelder. Devolo selbst empfiehlt für jeden Fensterflügel einen eigenen Sensor. Das ist aber nicht sinnvoll. Der Sender und der Empfänger können auf jeweils einen Flügel geklebt werden und wenn nur einer der beiden Flügel geringfügig bewegt wird, schlägt der Sensor Alarm.

Eine IP-Kamera zu installieren kann ebenfalls sinnvoll sein, um im Alarmfall nachschauen zu können, was wirklich passiert. Gleichzeitig ermöglicht es ein Beweisvideo zu machen. Es empfiehlt sich dabei ein Gerät, dass direkt in der Cloud Videos speichert. Von D-Link gibt es so etwas mit kostenfreier Aufbewahrung für 24 Stunden, längere Zeiträume kosten im Abo mehr. Die Kameras starten ab rund 55 EUR, z.B. die DCS-8000LH, die direkt bei Amazon bestellt werden kann (Empfehlungslink - was ist da?).

Hinweise der Polizei zum Thema Einbruch findet ihr hier: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/ Nehmt die Hinweise ernst, macht euch aber nicht verrückt. Die absoluten Einbruchzahlen sind nicht sehr hoch. Mit ein wenig Vorsicht schützt ihr euer Eigenheim zusätzlich auch in Abwesenheit und reduziert das Risiko zusätzlich.

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Zusammengefasst: Mit ein wenig Technik kann die eigene Wohnung überwacht werden. Einfache Fensterriegel schützen effektiv vor Einbruch.

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