Griechenland

Mavroudis Olivenöl

Mavroudis Olivenöl

Das läuft ja wie geschmiert - nur der Inhalt ist noch nicht vollständig.

Werkverkauf und Museum
Mavroudis Olivenöl
Kerkira, Korfu, Griechenland
GPS 39.461538,19.913992
Öffnungszeiten: In der Saison täglich 8-20 Uhr, im Winter auch mal kürzer.

Mavroudis-Olivenöl ist eines der besten Olivenöle, die es gibt. Es hat einen vollen, runden Geschmack und eine tolle grüngoldene Farbe. Es duftet förmlich nach einem Urlaub in Griechenland.

Aber der Reihe nach. Mavroudis ist mehr als ein Produzent. Es ist eine Art Kooperative oder eine Vertragspresserei. Viele kleine Olivenhainbesitzer bringen nach der Ernte ihre Oliven zur Olivenpresse. Für die Nutzung der Anlagen müssen sie einen Anteil ihres Öles Mavroudis zur Verfügung stellen. Den anderen Teil nehmen sie selbst mit nach Hause. Das Öl ist also auch deshalb so gut, weil jeder Lieferant ein ureigenes Interesse daran an, dass das Öl auch wirklich perfekt ist. In Deutschland kennt man das Konzept von den Apfelsaftmostereien - und diser Apfelsaft schmeckt doch auch viel besser als die Tetrapack-Plörre vom Supermarkt.

 

Zusammengefasst: Eine kleine Kooperative luchst ihren Produzenten ein wenig vom Öl der angelieferten Oliven ab. Somit kostet den Anlieferbetrieben das Pressen kein Geld - und du kannst das wunderbar weiche und milde Olivenöl direkt vor Ort kaufen. Besondere Olivenöle mit Geschmack bekommen keine Zusätze, sondern werden direkt mit Zitrusfrüchten, Knoblauch oder Kräutern gemeinsam gepresst. Der Geschmack ist voll und rund, liegt samtweich auf der Zunge. Mavroudis bietet neben dem Werkverkauf noch ein Museum, das kostenfrei zu besuchen ist und die Evaluation der Olivenölprodukten von der Vergangenheit bis heute mit original Produktionsanlagen darstellt.

Posted by JC in Griechenland, Korfu
Nationalgetränk Ouzu

Nationalgetränk Ouzu

Ouzu
Insel Kreta
GPS 35.342224, 25.135571

Ouzo ist hier allgegenwertig und jeder trinkt es in Massen statt in Maßen. Denn es ist so einfach, ihn zu produzieren. Wer Trauben hat, produziert auf Kreta seinen eigenen Ouzo - oder war es Raki? Raki ist doch von den Türken?! Was ist Ouzo eigentlich genau und wie unterscheidet er sich vom Ouzo aus anderen Teilen Griechenlands, Tispouro, Raki und Sambuca?

Bei Ouzo beginnt die Besonderheit damit, dass der Begriff nach EG-Verordnung 1576/89 geographisch geschützt ist. Wer es nachlesen mag, bitte schön hier entlang: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX%3A31989R1576
Ouzo darf demnach nur aus einigen Regionen Griechenlands und Zypern stammen, wobei die Menschen in Kreta behaupten, dieser Anislikör wäre hier erfunden worden. Es gibt einiges, was dafür spricht. Und anderes spricht dagegen. Aufklärung ist nötig: Beinahe jede Familie besitzt auf der Insel irgendein Stück Land auf dem ein paar Weinstöcke stehen - und dann brennt man irgendwann daraus etwas Alkohol, einen Raki. Der kretische ist anders als türkischer Raki ohne Anis, ein Tresterbrand, der dem Grappa ähnelt. Destilliert ihn man ihn aber erneut mit Anis sowie weiteren Kräutern, wird daraus ein feiner Ouzo. Ouzo muss immer Anis enthalten. Ouzo aus Kreta ist etwas ganz besonderes und eher selten zu erhalten. Das macht ihn aber auch besonders. Auf Kreta wachsen ganzjährig diverse Kräuter, die es so nur auf der größten Insel Griechenlands gibt, wie zum Beispiel Diptam, ein mit dem Oregano verwandtes Gewächs. Der Geschmack ist somit einzigartig. In den großen Tavernen bekommt man meist mit der Rechnung Raki (also den kretischen Grappa) oder Ouzo gereicht, der dann meist vom Festland kommt. Es ist also auch viel Glück dabei, selbst gebrannten Ouzo zu bekommen. Am besten in die kleinen Landtavernen gehen und nach Selbstgebranntem fragen - egal, ob es dann Raki oder Ouzo gibt: Originaler geht es kaum.
Wer auf Kreta nach einem besonders guten Ouzo fragt, wird also nur in Ausnahmefällen das selbstgebrannte Schätzchen genannt bekommen, den man aber mangels Bezugsquelle ohnehin nur schwer mit nach Hause nehmen könnte. Und so erfährt man oft den Geheimtipp "Barbayanni". Dieser Ouzo ist in zwei Sorten erhältlich und schmeckt voll und weich. Wird allerdings auf der Insel Lesbos produziert. Oder auch "Babatzim" - der schon sehr viel näher am Raki ist, bezeichnet er sich doch selbst auch als Ouzo aus Konstantinopel. Einen größeren Ouzo-Produzenten gibt es ironischerweise auf Kreta gar nicht.

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Barbayanni grün (in der praktischen 0,2l Probiergröße!) oder blau
Als Alternative: Babatzim.

Was ist nun der Unterschied zu Tsipouro, Raki und Sambuca? Zum Tsipouro gibt es einen großen, denn dieser wird immer ohne Anis distilliert und hat tendenziell eher etwas weniger Alkohol als Ouzo. Es ist eigentlich der Ouzo ohne Anis. Raki, der aus der Türkei kommt, ist beinahe identisch zum Ouzo und enhält viel Anis. Raki aus Griechenland, auf Kreta auch Tsikoudia genannt, ist ohne Anis, und hat zum Tsipoura verglichen meist mehr Alkoholgehalt. Auch Sambuca ist ein Anisbrand, aber kommt aus anderen Ländern und enthält auch andere Kräuter. Allen Anis-Bränden gleich ist, dass sie in Wasser trübe werden. Das liegt am Anisöl, dass sie enthalten und das in Verbindung eben diese milchige Trübung hervorbringt.

Zusammengefasst: Ouzu gehört zu Griechenland und jede Familie hat ihre eigene, weltbeste Marke oder brennt sogar selbst. Er gehört zum Urlaub einfach dazu und kann nicht nur pur, sondern auch mit eiskaltem Wasser oder in Cocktails genossen werden. Wer kein Anis mag, wählt Raki, Tsipouro oder Tsikoudia. Einfach mal probieren - Yiamas - Prost!

Zusammengefasst: Ouzo ist nicht gleich Ouzo. Die Unterschiede kommen bald nicht nur in den Text, sondern, und nun halte dich fest: auch in die Zusammenfassung.

Posted by JC in Griechenland, Kreta
Korfu – Sissi und die Kumquat

Korfu – Sissi und die Kumquat

Klein und süß - eine Frucht wie Sissi. Davon kannst du bald erfahren. Unten der Text wächst vor deinen Augen

Korfu
Kumquat - die kleine süße Frucht
Korfu Stadt
GPS 39.623743, 19.924794
Öffnungszeiten: Rund um die Uhr

Ob Korfu wirklich die schönste Insel Griechenlands ist, das sei mal dahin gestellt. Aber es gibt die Kumquat. Und man kann soviele leckere Sachen daraus machen. Es ist die vermutlich kleinste und süßeste Südfrucht, die in größeren Mengen weltweit angebaut wird. Korfu ist ein Hauptanbaugebiet dieser Frucht, jedoch auch erst seit dem beginnenden 20. Jahrhundert. Sie sieht aus wie eine zu kleingeratene Mandarine, schmeckt dafür aber viel süßer. Die Plantagen liefern die Frucht, die dann von vielen, meist kleineren Familienbetrieben verarbeitet werden. Typische Produkte sind Marmelade, eingelegt Früchte und Liköre. Doch auch allerlei Pflegemittel von Bodylotion über Handcreme bis hin zu Lippenpflege sind erhältlich. Auch kennt man die getrockneten, kandierten Früchte zusätzlich mit Schokolade überzogen. Eine Köstlichkeit zum Nachtisch!

Für den Likör, das typischste Produkt aus Korfu, wird zunächst ein beliebiges Grunddestilat benötigt. Aus den Schalen ausgelöste Bitter- und Farbstoffe, weitere Aromen und auch ganz viel Süße gelangen dann im weiteren Destillationsprozess wieder in das Produkt hinein, das vergleichbar mit Limoncello ist. Anders als sein meist italienischer Bruder ist Kumquatlikör aber schon beinahe Zuckerwasser - im positiven Sinne. Köstlich klebt der Likör am Gaumen und ermöglicht den Urlaubern, den Sommer bis tief in den mitteleuropäischen Winter immer wieder auf der Zunge zu schmecken.

Wer Korfu bereist, sollte sich aufmachen, die Produktionsstätten zu besuchen. Während die meisten Plantagen vor allem in den Ebenen im Norden der Insel zu finden sind, die sich im Sommer richtig aufheizen und sonnenverwöhnt die Früchte reifen lassen, gibt es zwei der bekanntesten Produzenten direkt in der Inselmitte zu besuchen. Sie sitzen direkt nebeneinander, haben den gleichen Namen - kein Wunder, gehören sie familiär auch irgendwie zusammen. Später wurde das Geschäft getrennt und so kann nun direkt vom Erzeuger gekauft werden:

Händleradressen und ein Hinweis auf die Anbaugebiete folgen.

Händler 1
Adresse
GPS: X, Y

Händler 2
Adresse
GPS: X, Y

Zusammengefasst: Kumquat ist eine kleine Mandarine, so könnte man das sagen. Und man kann viel darauf machen.

Posted by JC in Griechenland, Korfu